Gebrauchte Kinderschuhe – wie wir als Eltern und Gründer darüber denken
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Diese Frage wird mir immer wieder gestellt: Wie stehst du eigentlich zu gebrauchten Kinderschuhen?
Und je öfter ich darüber nachdenke, desto klarer wird mir: Es gibt darauf keine einfache Ja-oder-Nein-Antwort.
Wenn ich an mich selbst denke, bin ich nämlich ziemlich inkonsequent. Das ein oder andere, nicht mehr erhältliche Paar Sneaker habe ich mir schon gebraucht gekauft – in sehr gutem Zustand, kaum getragen.
Gleichzeitig würde ich bei Sportschuhen wie Lauf- oder Tennisschuhen niemals auf die Idee kommen, sie secondhand zu kaufen. Zu wichtig ist mir, diese Schuhe selbst einzulaufen und sie an meinen Fuß anzupassen.
Und ganz ehrlich: Der Gedanke, dass jemand anderes darin schon intensiv geschwitzt hat, fühlt sich einfach nicht gut an.
Als Vater einer dreijährigen Tochter stellt sich diese Frage für mich aber noch einmal ganz anders. Denn Kinderfüße sind keine „kleinen Erwachsenenfüße“. Sie wachsen, verändern sich ständig und sind besonders formbar.
Genau deshalb schauen wir bei KannWas sehr differenziert auf das Thema gebrauchte Kinderschuhe.
Warum gebrauchte Kinderschuhe problematisch sein können
Kinderfüße entwickeln sich über viele Jahre hinweg. In dieser Zeit lernen sie, Belastungen auszugleichen, Bewegungen zu koordinieren und ein eigenes Gangbild auszubilden.
Schuhe begleiten diesen Prozess – im besten Fall unauffällig, schützend und ohne zu lenken.
Jedes Kind läuft anders. Schon nach kurzer Zeit passen sich Schuhe an diese individuellen Bewegungsmuster an. Die Sohle nutzt sich einseitig ab, das Innenmaterial wird geformt, der Schuh „merkt sich“ den Fuß seines ersten Trägers.
Zieht ein anderes Kind diesen Schuh an, läuft es in einer Struktur weiter, die nicht zu seinem eigenen Bewegungsapparat passt.
Gerade klassische Kinderschuhe mit festen Fersenkappen, vorgeformten Fußbetten oder starker Dämpfung können dabei problematisch sein. Auch wenn sie von außen noch gut aussehen, haben sie ihre ursprüngliche Funktion oft längst verloren.
Hinzu kommen hygienische Aspekte: Kinderfüße schwitzen – und nicht alles lässt sich vollständig reinigen.
Merke: Bei gebrauchten Kinderschuhen geht es nicht nur um „sieht gut aus“, sondern um Passform, Abnutzung und Fußgesundheit.
Warum sich trotzdem viele Eltern für gebrauchte Kinderschuhe entscheiden
Gleichzeitig verstehe ich sehr gut, warum gebrauchte Kinderschuhe für viele Familien eine Rolle spielen.
Hochwertige Schuhe sind teuer, Kinder wachsen schnell, und nicht jedes Paar wird wirklich „aufgetragen“. Oft liegen gut erhaltene Schuhe von älteren Geschwistern im Schrank oder stammen aus Fehlkäufen, die kaum genutzt wurden.
Auch das Thema Nachhaltigkeit ist für viele Eltern – und auch für uns – zentral. Schuhe, die nur wenige Monate getragen wurden, einfach auszusortieren, fühlt sich nicht richtig an.
Weitergeben, teilen und Ressourcen schonen sind Werte, die viele Familien bewusst leben und auch ihren Kindern vermitteln möchten.
Gebrauchte Barfußschuhe – ein differenzierter Blick
Barfußschuhe für Kinder nehmen in dieser Diskussion für mich eine besondere Rolle ein.
Modelle wie der VIBE von KannWas sind sehr flexibel, haben eine dünne, gleichmäßige Sohle, keine Sprengung und kein vorgeformtes Fußbett.
Sie geben dem Fuß keine feste Form vor und passen sich weniger stark an einen individuellen Fuß an als klassische Schuhe.
Weil Barfußschuhe den Fuß nicht führen oder korrigieren, sondern natürliche Bewegung ermöglichen, ist das Risiko geringer, dass ein Kind ein fremdes Gangbild übernimmt.
Trotzdem gilt auch hier: Der Zustand des Schuhs ist entscheidend.
Achte besonders auf:
- gleichmäßig abgenutzte Sohle (keine starke Schieflage)
- stabiler Stand
- passende Größe
- keine starken Verformungen im Material
Stark verformte oder schiefe Schuhe – egal ob Barfußschuh oder nicht – würden wir auch gebraucht nicht empfehlen.
Unsere Barfußsneaker für Kinder entdecken.
Unsere Haltung bei KannWas: Verantwortung endet nicht beim Kauf
Als wir KannWas gegründet haben, war uns eines von Anfang an wichtig: Verantwortung endet für uns nicht mit dem Verkauf eines Schuhs.
Unsere Barfußsneaker werden fair in Handarbeit in Portugal gefertigt, bestehen aus natürlich gegerbtem Leder und einer Sohle mit Recyclinganteil.
Wir entwickeln sie bewusst so, dass sie langlebig sind – und mehr als ein Kind begleiten können.
Genau daraus ist Second KannWas entstanden.
Statt Schuhe ungenutzt im Schrank liegen zu lassen oder wegzuwerfen, könnt ihr sie an uns zurückschicken. Dafür erhaltet ihr 15 % Rabatt auf euer nächstes neues Paar.
Je nach Zustand bereiten wir die Schuhe professionell auf und bieten sie erneut an – oder kümmern uns um ein fachgerechtes Recycling der Materialien.
So schaffen wir einen Kreislauf, der für uns ehrlich ist: ökologisch sinnvoll, fair und mit dem Anspruch, Kinderfüße nicht zu kompromittieren.
Ihr habt Interesse an der Aktion? Dann schreibt uns hier und sichert euch Euren 15% Rabatt auf das nächste Paar.
FAQ: Gebrauchte Kinderschuhe – kurz beantwortet
Sind gebrauchte Kinderschuhe grundsätzlich schlecht?
Nicht grundsätzlich. Entscheidend sind Schuhtyp, Zustand, Abnutzung und Passform. Bei stark geformten, geführten Kinderschuhen ist das Risiko höher, dass sie das Gangbild beeinflussen.
Worauf sollte ich bei gebrauchten Kinderschuhen am meisten achten?
Auf gleichmäßige Abnutzung, keine Verformung, stabilen Stand, hygienischen Zustand und natürlich die richtige Größe.
Sind gebrauchte Barfußschuhe weniger problematisch?
Oft ja, weil sie den Fuß weniger „führen“ (keine Sprengung, kein Fußbett). Aber auch hier gilt: Zustand vor Optik. Stark schief gelaufene Schuhe sind kein guter Deal.
Was ist „Second KannWas“?
Ein Rücknahme- und Kreislaufmodell: Ihr könnt eure KannWas-Schuhe einsenden und erhaltet 15 % Rabatt auf euer nächstes neues Paar. Je nach Zustand werden Schuhe professionell aufbereitet und weitergegeben oder fachgerecht recycelt.
Wie steht ihr zu gebrauchten Kinderschuhen?
Und könnt ihr euch vorstellen, eure KannWas-Schuhe weiterzugeben oder einzuschicken? Kommentiert gerne oder schreibt uns Eure Meinung hier.